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Vom 23.06.2006
- 1.07.2006 hat der Mendener Partnerschaftsverein "Hilfe für
Plunge/ Litauen e.V." dreiunddreißig Plunger zu einer partnerschaftlichen
Begegnung zwischen Behinderten und Nichtbehinderten nach Menden
eingeladen.
Diese Projektwoche
mit dem Thema " Wir sind Europäer und setzen uns für Toleranz und
Solidarität ein" wird von der EU, der Stadt Menden und von "Hilfe
für Plunge" finanziert, die Organisation und Durchführung übernimmt
ebenso der Verein.
11 Wanderer aus dem Plunger Wanderclub "Terra Inkognita", 5 Künstler,
2 Journalisten, 10 geistigbehinderte Erwachsene mit ihren beiden
Betreuerinnen, die Leiterin der Plunger Stadtbibliothek sowie 2
Fahrer erwandern mit ihren Gastgebern die Mendener Umgebung: Reckenhöhle,
Luisenhütte, Hof Wenningsen, Balver SGV- Hütte.
Daneben lernt die Gruppe das Mendener Stadtzentrum und die Plätze
des religiösen Mendener Brauchtums kennen.
Die Plunger informieren sich über die Situation von Langzeitkranken
in der Hans-Prinzhorn-Klinik in Frönsberg und besuchen unterschiedliche
Einrichtungen/Wohnmodelle der Behindertenhilfe Menden.
Die zwei litauischen Künstlerinnen werden mit ihren beiden litauischen
Kollegen und der litauischen Lyrikerin ihre deutschen Freunde in
ihren Ateliers besuchen und so die Arbeits- und Lebenssituation
der deutschen Kunstschaffenden kennen lernen.
Zu Beginn ihres Aufenthaltes in Menden stellen jedoch die Plunger
gemeinsam mit acht Künstlerinnen aus dem Frauenkunstforum Südwestfalen
ihre Arbeiten in der Rathausgalerie aus.
Diese Ausstellung wird vom Bürgermeister R. Düppe eröffnet und der
Kulturamtsleiter V. Fleige wird in diese außergewöhnliche Ausstellung
einführen.
Außergewöhnlich, weil die ausgestellten Bilder, Kollagen, Installationen
oft "Antworten" sind auf Arbeiten der Plunger und umgekehrt oder
die deutschen Künstlerinnen wurden von den Gedichten der litauischen
Lyrikerin Ele Kakanauskiene inspiriert.
So gab es in den letzten Monaten einen ständigen Kunstaustausch
zwischen Menden und Plunge.
Seit 1999 gibt es bereits gegenseitige Besuche, Ausstellungen in
Plunge und in Menden, und Briefkontakte zwischen Künstlern aus dem
Raum Plunge und dem Frauenkunstforum Südwestfalen.
Motor dieser Kontakte ist die Mendenerin Ulla Brockfeld, unterstützt
von Ulla Amsler, der 1. Vorsitzenden von "Hilfe für Plunge".
Die erwachsenen Geistigbehinderten werden mehrfach die Gelegenheit
haben, ihr großes Hobby "Tanzen" zu zeigen und die Zuschauer zum
Mitmachen motivieren.
Sie nahmen an nationalen und internationalen Wettbewerben für Behinderte
teil, u.a. in Köln.
Diese Gruppe, die in einem großen Behinderten-Wohnheim im Kreis
Plunge lebt, wird in der Jugendbildungsstätte "Auf der Kluse" wohnen.
Alle anderen Gäste werden von Mendener Gastfamilien aufgenommen.
Die Plunger Bibliotheksleiterin wird den Mendener Aufenthalt nutzen,
um in der Mendener Stadtbücherei zu hospitieren.
Das tägliche Programm der EU- Projektwoche mit seinen vielen gemeinsamen
Unternehmungen von Behinderten und Nichtbehinderten helfen die Vorurteile
abzubauen und die Scheu voreinander zu verlieren.
Es unterstützt den europäischen Gedanken, dass jeder Mensch einzigartig
und gleichwertig ist, trotz unterschiedlicher Lebenssituation, Geschichte
und Kultur!
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