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veröffentlicht 15.09.03
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hat seit gestern drei neue Ehrenbürger |
Überraschende
Auszeichnung im Rahmen des Festaktes
für C. Schröder, Ulla Amsler und H. Laubner. |
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Erst nur zögerlich,
dann allerdings mit dem entsprechenden Lokalpatriotismus fielen die
Mitglieder der litauischen Delegation auch stimmlich mit ein, als
der Mendener Musikerkreis unter der Leitung von Anna Levai zum Abschluss
der Feierstunde "10 Jahre Menden - Plunge" im altehrwürdigen Mendener
Ratssaal die sehr melodische litauische Nationalhymne spielte.
Bravourös intonierte anschließend die Instrumentalgruppe "Namu Muzika"
die deutsche Hymne, bevor sich die litauischen und deutschen Gäste
in der bewusst zwanglos gewählten Atmosphäre wieder den Gesprächen
widmeten.
Gekommen war zu der Feierstunde gestern nahezu jeder, der sich in
unserer Stadt in den vergangenen Jahren um den Kontakt zu Plunge verdient
gemacht hat. Wenngleich die helfenden Hände doch oft lieber still
im Hintergrund bleiben - gestern "mussten" sie ins Rampenlicht und
in das Blitzlichtgewitter der Kameras.
C. Schröder, Ulla Amsler (1. Vors. von "Hilfe
für Plunge / Litauen gem. e.V.") und H. Laubner
wurden von Plunges Bürgermeister Vigantas Danilavicius und seinem
Stadtdirektor Andrius Misiunas zu Ehrenbürgern der Stadt Plunge ernannt.
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von
links:
H.Laubner,
Ulla Amsler,
Plunges Bürgermeister Vigantas Danilavicius,
Mendens Bürgermeister
Rudolf Düppe,
C. Schröder |
Für die beiden Mendenerinnen und den Iserlohner Horst Laubner kam
diese Auszeichnung, die der Rat der Stadt Plunge im August beschlossen
hatte, überraschend. C. Schröder, so Danulavicius, sei die erste gewesen,
die die Partnerschaft in die Wege geleitet habe.
Ulla Amsler habe das
deutsche Kulturzentrum in Plunge gegründet. Über ihre vielfältige
Arbeit (Hilfstransporte, Unterstützung von Schulen, Krankenhäusern,
Senioren, Behinderten ...) könne man Tage reden.
Und H. Laubner habe auch einige Hilfstransporte in Eigenregie durchgeführt.
Der Plunger Bürgermeister bedankte sich für die vielfache medizinische,
soziale und kulturelle Hilfe und die Unterstützung im Bildungsbereich.
Es sei eine sehr effektive und auch sehr notwendige Unterstützung
gewesen.
Plunge habe bislang neun Plunger und einen deutschen Ehrenbürger gehabt,
den Arnsberger Geistlichen Gerhard Lange, der dafür gesorgt hat, dass
das Kirchengeläut aus Altenhundem in der Plunger Kirche läutet.
Der Pfarrer selbst sorgte dann auch gestern für ein Kabinettstückchen,
in dem er das Geläut elektronisch abspielte und so die Festgesellschaft
daran teilhaben ließ.
Bürgermeister Rudolf Düppe stellte den historischen Abriss der Partnerschaft
in den Vordergrund, erinnerte an die Anfänge, in denen Eugenius Banickis,
ein Cousin der Familie Schröder, eher zufällig nach Menden kam in
einer Zeit, in der sich Otto Weingarten darum bemühte, Kontakt zu
einer russischen Stadt zu finden.
So habe damals die Partnerschaft ihre Anfänge gefunden, gefestigt
über eine Zusammenarbeit des Berufskollegs und der Landwirtschaftlichen
Schule Plunges.
Und auch das Walram-Gymnasium habe inzwischen Kontakt zum Gymnasium
in Plunge aufgenommen.
Viele Mendener haben die Beziehungen zu Plunge aktiv geprägt. Namentlich
erwähnte Düppe neben den drei neuen Ehrenbürgern dabei auch Herbert
Beierle. Mit der Partnerschaft leiste man einen wichtigen Beitrag
zum Bau des europäischen Hauses.
Das Schlusswort blieb Andreus Pulokas, dem Vertreter der litauischen
Botschaft in Bonn, vorbehalten. Er nannte die vergangene zehnjährige
Geschichte beispielhaft für Partnerschaften und wünschte sich, dass
es eine hundertjährige Geschichte werden würde. |
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