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Außer
kleineren Werkzeugen hatten die Künstlerinnen nichts nach Litauen
mitgenommen, abgesehen von ihrer Neugierde und Schaffenskraft.
Entstanden ist daraus die Ausstellung " Imit Galvoti"
- Gedanken Raum geben".
Die Dokumentation einer Reise in die Partnerstadt Plunge und die
Präsentation der dort entstandenen Kunstobjekte ist jetzt im
Rathausfoyer zu sehen - ein Schaffensprozess von der Idee bis zur
Realisierung.
"Das Fremde im Eigenen mit dem Eigenen im Fremden in Kontakt
zu bringen und dem Prozess, der daraus folgt, Ausdruck zu verleihen",
das war laut dem einführenden Taxt in der Galerie das Ziel
dieses Projektes.
Während ihres Aufenthaltes brachten die Künstlerinnen
vorhandene Werkstoffe wie Holz, Leinen und Metall in Form - die
Wirkung der Werke obliegt dem Betrachter.
Eine außergewöhnliche Form künstlerischer Darstellung
wurde auch bei der Eröffnung geboten: Angela Kalwa führte
einen Botoh-Tanz auf, der die Gäste durch die Ausdrucksstärke
der Tänzerin in eine eigentümlich unwirkliche Stimmung
versetzte.

Lyrisch-literarische Impressionen aus der baltischen Republik brachte
Eva von der Dunk näher. Die Dichterin zeigte sich von der Sprache,
Mentalität, Freundlichkeit und Offenheit beeindruckt.
"In den Objekten finden sich viele Bezüge zu dem Ort."
Ulla Amsler, die Vorsitzende von "Hilfe für Plunge
/ Litauen", wertete den Arbeitsaufenthalt als Erfolg.
Eine Aktion stellte sie dabei heraus: Dagmar Müller und Ulla
Brockfeld fertigten an einem Gedenkstätten-Stern in der Nähe
von Plunge eine Installation, die mit 84 an Draht befestigten Steinen
an 84 jüdische Mädchen erinnern sollen, die dort einst
erschossen wurden.
Amsler: "Beide Künstlerinnen haben symbolhaft für
jedes Opfer auf dem Stern befestigt."
Finanziert wurde der kulturelle Austausch durch Mittel des Vereins
"Hilfe für Plunge / Litauen".
Die Exponate konnten bereits der Plunger Öffentlichkeit vorgestellt
werden, die sich laut Auskunst von Ulla Amsler beeindruckt zeigte.
Bitte lesen Sie
dazu auch die Artikel über die Vorgeschichte:
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