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| Nichts
ging mehr: Der Hilfs-LKW aus Menden musste von der Wehr freigeschleppt
werden. |
Bei minus 20° luden 3 Mitglieder des Partnerschaftsvereins "Hilfe
für Plunge / Litauen e.V." Ulla und Peter Amsler, sowie Winfried
Walter die mitgebrachten Hilfsgüter aus dem 40t-LKw an der Rampe
des Plunger Krankenhauses aus. In Menden wurden vorher diese benötigten
Sachen bis in den späten Abend und ebenso bei großer Kälte mit Helfern
in der Blücher-Kaserne, Hemer eingeladen. Die Vertreter der einzelnen
sozialen Institutionen beluden direkt ihre zugedachten Möbel, Haushaltsgeräte,
Schulmöbel usw. in ihre bereitstehenden Transportfahrzeuge. Innerhalb
von 2 Stunden war der 40t-LKw leer. Die vielen Helfer hatten sich
warm gearbeitet und ein Gläschen "Samagonas" (im Dorf gebrannter
Kornschnaps), der mit ein Stückchen frischer Zitrone getrunken wurde,
wärmte von innen und sollte vor einer Erkältung schützen!?
Die weiteren Aufenthaltstage waren weiterhin eisig und brachten
wiederholt Schneeschauer. Die Plunger sind an lange kalte Winter
mit viel Schnee gewöhnt. Viele Straßen waren nicht geräumt und glatt,
besonders die zu den umliegenden Dörfern. Die Bewohner dort ließen
ihre Autos an der Hauptstraße stehen, um dann zu Fuß zu ihren Häusern
zu gelangen. Darüber regt sich niemand auf! Die Plunger Freunde
und Bekannte sprachen mit großer Hochachtung und Dankbarkeit, dass
die 3 Besucher so große Strapazen auf sich genommen hatten, um in
dieser kalten Zeit nach Plunge zu kommen.
Der 40. Transport mit Hilfsgütern war nur EIN Grund in die litauische
Partnerstadt zu fahren. Desweiteren wurde das detaillierte Programm
für die "Mendener Tage" aufgestellt. Dabei konnten die noch offenen
Fragen der Plunger Stadtverwaltung im Beisein des Bürgermeisters
Peculis geklärt werden. Das gemeinsame EU- Projekt von "Hilfe für
Plunge" und seines Plunger Partnerschaftsvereins "Deutsches Kulturzentrum"
wird im August in Plunge mit der Unterstützung der Mendener und
Plunger Stadtverwaltung durchgeführt. 14 Vereinsmitglieder sowie
Vertreter aus der Mendener Stadtverwaltung werden eine Woche lang
über viele unterschiedliche Bereiche in Menden informieren. Geplant
sind Treffen, Diskussionen und Veranstaltungen mit politischen,
sozialen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Themen. Bürgermeister
Rudi Düppe wird u.a. eine Fotoausstellung von dem verstorbenen Fotografen
Uli Brockfeld im Schloß Oginskis eröffnen. Schon jetzt wurde versichert,
dass die "Mendener Tage" ein großes Ereignis in der Stadt sein werden,
dem alle in Erwartung und Freude entgegensehen und dass die partnerschaftlichen
Beziehungen zwischen Menden und Plunge durch sie gefördert und gestärkt
werden.
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| Das
Sozialzentrum für geistig Behinderte erhielt Webstühle
aus Schweden |
Winfried
Walter (m) von "Hilfe für Plunge" mit
lit. Freunden unterwegs zum
Eisangeln
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Die Planungen
für ein weiteres großes Projekt "Leben und Wohnen im 3.Jahrtausend
- Visionen von Jugendlichen und Senioren", das im letzten Jahr in
Menden durchgeführt wurde und in diesem Jahr in Angela Amecke-Mönighoffs
rumänischer Heimat Moeciu sein wird, ist nun abgeschlossen. Die
Flugtickets nach Bukarest für 5 Plunger Senioren aus dem Seniorenverein
"Pilnatis" und 5 Schüler aus dem "Saule"- Gymnasium konnten mit
finanzieller Unterstützung Mendener Sponsoren und von "Hilfe
für Plunge" gekauft werden. Die teilnehmenden Plunger freuen
sich sehr, im August wieder mit den teilnehmenden Mendenern und
den rumänischen gastgebenden Senioren und Jugendlichen zusammen
zu sein und das Projekt in Moeciu zu erarbeiten.
Im Juni fahren 6 Mendener Gastgeber, die immer wieder Gäste aus
Plunge aufnehmen, mit 5 Wanderern aus 2 Mendener SGV-Abteilungen
zu einer Wanderwoche in den Zematija Nationalpark, der im Plunger
Gebiet liegt. Der Plunger Wanderclub "Terra Inkognita", einige seiner
Mitglieder beteiligten sich am großen SGV-Jubiläumsfest im letzten
Sommer in Menden, plant unterschiedliche lange Wanderungen in diesem
Naturschutzgebiet mit seiner seltenen Pflanzen- und Tierwelt.
Wie immer kamen auch dieses Mal wieder Hilfesuchende zu den Vereinsvertretern
von "Hilfe für Plunge". Einzelne Personen sowie Vertreter
von sozialen Vereinen baten um unterschiedliche Unterstützung, sprachen
über ihre schwierige Situation, die für die deutschen Zuhörer oft
unvorstellbar waren! Ein Gitarrenkonzert mit Studenten der Musikhochschule
Klaipeda im "Deutschen Kulturzentrum" war ein willkommende musikalische
Abwechslung.
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Der
Rektor des Saule-Gymnasiums
beim Musizieren mit einem Schüler.
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| Ulla
Amsler zeichnet eine Deutschschülerin der Mittelschule
in Alsedziai aus. |
In diesem Jahr
stand auch ein Besuch des alljährlichen, am 1.Wochende im März stattfindende
"Kasimir"-Marktes in Vilnius auf dem Programm. Zu Ehren des hl.
Kasimir, Schutzpatron der Stadt Vilnius, ist die gesamte Innenstadt
von Vilnius ein einziger Markt. Aus ganz Litauen werden die Waren
angeboten: Leinen, Bernstein, Strickwaren, Holz, Trockenblumen Bilder
usw. - mal hochwertiges Kunstgewerbe, mal schreiender Kitsch! Professionelle-
und Hobbykünstler, fliegende Händler, alte Frauen, die mit ihren
paar Handarbeiten und alte Männer mit ihren Holzarbeiten ihre kärgliche
Rente aufbessern wollen. An jeder Ecke stehen alte und junge Musiker,
die mit klassischer oder volkstümlicher Musik, ihren Lebensunterhalt
verdienen.
Bei eiskaltem Wind, der zu Schneeverwehungen auf den Straßen führte,
fuhren Winfried Walter, Ulla und Peter Amsler nach einer letzten
Tasse Kaffee mit einem erwärmenden "Konjakas" von vielen Plunger
Freunden verabschiedet, zur Fähre im litauischen Hafen Klaipeda.
Nach einer sehr stürmischen 21 Stunden Überfahrt bis Kiel, freuten
sich die Litauenfahrer wieder festen Boden unter den Füßen zu haben
und gesund in Menden anzukommen!
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