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Der Auftakt
zu den "Mendener Tagen" in Plunge konnte nicht besser sein: Eine
Fahrt über die glatte Ostsee, bei strahlendem Sonnenschein, azurblauem
Himmel und mit einem süffigen litauischen Bier!
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So
schön ist es am Plateliai-See - in unmittelbarer Nähe
von Plunge
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Nach 21-stündiger
Überfahrt bis zum litauischen Hafen Klaipeda war es dann nur noch
eine Stunde Autofahrt bis Plunge. Dort wurde die Mendener Gruppe
sehr herzlich von den Freunden und Arunas Ramelis, Leiter der Sport-
und Jugendabteilung, als Vertreter der Stadtverwaltung empfangen.
Der erste Programmpunkt war ein Stadtrundgang unter der fachkundigen
Führung von Jolanta Skurdauskiene, eine Historikerin aus dem Plunger
Museum. In einem Treffen mit bereits befreundeten Künstlern und
mit Mitgliedern der neu gegründeten Plunger Künstlergruppe "Trys
plus" wurde ein gemeinsames Projekt mit Künstlerinnen aus dem Märkischen
Kreis im nächsten Jahr in Menden konkretisiert.
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Dagmar
Müller (rechts) mit Plunger Künstlern
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Auf 2 Dorffesten
ließen sich die deutschen Besucher gerne von der Sanges- und Tanzfreude
der Litauer mitreißen und genossen die sehr schmackhaften, ungewohnten
žemaitischen Speisen. Neben den vielen Möglichkeiten, während der
"Mendener Tage" Geschichte und Kultur des Landes kennen zu lernen,
gab es jedoch ebenso einen Austausch in gesellschafts-politischen,
wirtschaftlichen und sozialen Bereichen.
Die Mendener Gleichstellungsbeauftragte Brigitte Wagner lud 25 Frauen
zu ihrem Ganztags-Seminar "Erfolgsstrategien für Frauen - Vernetzung
von Frauen" ein. Die Teilnehmerinnen waren so begeistert, dass es
nächstes Jahr ein Folgeseminar geben wird.
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Teilnehmerinnen
am Frauenseminar
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Plunger Wirtschaftsvertreter
und Politiker diskutierten mit Vertreten aus der Mendener Stadtverwaltung
über für beide Städte wichtige aktuelle Themen: Arbeitslosenquote,
Firmenneugründungen, Schwierigkeiten bei der Einstellung von Fachkräften,
Abwanderung der Fachkräfte ins Ausland, Verlagerung der Produktion
ins Ausland, Unterstützung der heimischen Firmen auf kommunaler
Ebene.
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Gipfelgespräche
über Wirtschaft im Plunger Ratssaal. Von links: Mendens
Bürgermeister Rudi Düppe, Dolmetscherin Gracina,
Plunges Bürgermeister Algirdas
Peculis.
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Die Besichtigung
der Firma "Viciunai" z.Zt. der größte Arbeitgeber in Plunge, der
Produkte aus Fisch herstellt, schloss sich dieser sehr aufschlussreichen
Begegnung an. Außerdem wurde die Leinenfabrik "Linu Audiniai" besichtigt.
Die Integration der Behinderten, ihre Stellung in der Gesellschaft,
die deutschen und litauischen kommunalen und staatlichen Sozialhilfegesetze
- über diese Themen wurden im "Sozialen Zentrum" (Tagesstätte für
Behinderte) mit den Führungskräften der Einrichtung gesprochen.
Beeindruckend war für die Mendener, mit wie geringen finanziellen
Mitteln, aber mit einer enormen Eigeninitiative und Kreativität
dieses Zentrum arbeitet. Im Plunger Krankenhaus hat sich in den
vergangenen 5 Jahren sehr viel geändert. Trotz aller politischen
und wirtschaftlichen Widerstände hat seine Direktorin, die Ärztin
Vanda Buciene, es geschafft, dieses Krankenhaus den Plungern zu
erhalten, umfassende Renovierungsarbeiten vorzunehmen und es größtenteils
in medizinischen Bereich zu modernisieren. Aber auch hier wird es
noch einige Zeit vergehen, bis es in der litauischen Provinz einen
ausreichenden Standard geben wird. "Hilfe für Plunge" wird
wieder dabei helfen und im Frühjahr die noch fehlenden Krankenhausbetten
nach Plunge transportieren. Gemeinsam mit Ramune Navickiene, staatl.
Inspektorin für mediz. Audit aus dem lit. Gesundheitsministerium
in Vilnius, informierte Vanda Buciene die Gäste über die lit. Gesundheitsreform.
Bei den Besuchen in den unterschiedlichen Plunger Einrichtungen
wie "Saule"- Gymnasium, das "Deutsche Kulturzentrum", eine Dorfschule,
das Gemeindecafé der kath. Kirchengemeinde, das Museum Oginskis,
die Stadtverwaltung, das Krankenhaus, das "Soziale Zentrum", wurde
ausdrücklich auf die große materielle und finanzielle Hilfe des
Partnerschaftsvereins "Hilfe für Plunge/Litauen e.V." hingewiesen.
(Schulmöbel, Wohnmöbel, medizinische Geräte, Krankenhausbetten,
sanitäre Einrichtungen, Renovierungsmaterial, Haushaltsgeräte, Matratzen,
Artikel des täglichen Bedarfs, Wohntextilien usw.). Ohne diese langjährige
Unterstützung gäbe es in diesen Institutionen einen solchen Fortschritt
nicht, so Bürgermeister Algirdas Peculis. Für die anwesenden Vereinsmitglieder
mit ihrer 1.Vorsitzenden Ulla Amsler eine Bestätigung ihres Engagements.
Besonders der "Mendener Abend" wird noch lange den Plungern und
Mendenern in sehr guter Erinnerung bleiben. Dieser Abend war ein
großes Freundschaftsfest: Deutsche Volkslieder, gemeinsam gesungen,
Tanzspiele, ein Menden-Plunge-Quiz ... brachte eine überschäumende
Stimmung. Ein Buffet mit Spezialitäten aus Menden, Grill- und Mettwürstchen,
deutscher Wein und deutsches Bier, Käse, Brot und die beliebten
Waffeln trugen zur allgemeinen Fröhlichkeit, Aufgeschlossenheit
und Kontaktfreude natürlich ebenso bei.
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"Stimmung"
beim "Mendener Abend. Ganz links: Peter Amsler, Ulla
Amsler (3. von rechts) und ganz rechts der Mendener Bürgermeister
Rudi Düppe
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In über 500
Photos des verstorbenen Mendener Fotografen Uli Brockfeld wurde
den Plungern unsere Stadt Menden vorgestellt. Bürgermeister Rudolf
Düppe eröffnete mit dem Plunger Bürgermeister Algirdas Peculis im
Schloss Oginskis diese eindrucksvolle Fotoausstellung. Die einfühlsamen
Worte der 1.Vorsitzenden Ulla Amsler über Uli Brockfelds Persönlichkeit,
ergänzten die Eröffnungsreden.
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Ausstellungseröffnung
im Plunger Schloß Oginskis. Ulla Amsler und die Bürgermeister
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Vor dem Plunger
Rathaus war der Mendener Pavillon mit Informationsmaterial über
unsere Stadt eine große Attraktion mit überwältigender Resonanz.
Für die Plunger war die Ausgabe von deutschem Freibier etwas noch
nie Dagewesenes!
Nach einem Mittagessen in der Kantine des Krankenhauses, zum letzten
Mal mit dem Plunger Bürgermeister, machte sich die 4-köpfige Delegation
aus der Mendener Stadtverwaltung auf den Weg zum Flughafen in Vilnius.
Die übrigen Reiseteilnehmer verabschiedeten sich im "Deutschen Kulturzentrum"
von den Plunger Freunden und fuhren voller Dankbarkeit für die große
Gastfreundschaft nach Klaipeda zur Einschiffung nach Kiel.
Alle Anstrengungen des Partnerschaftsvereins "Hilfe für Plunge/Litauen
e.V." und seines Partners "Deutsches Kulturzentrum" zur Durchführung
der "Mendener Tage" haben sich gelohnt. Die Durchführung dieses
Projektes war jedoch nur möglich mit finanzieller Unterstützung
der EU, des Partnerschaftsvereins, der Stadtverwaltung Plunge und
der Teilnehmer selbst.
Es
waren ereignisreiche Tage mit vielen Gesprächen und Begegnungen,
neue Kontakte zwischen den beiden Stadtverwaltungen und Wirtschaftsunternehmen,
zwischen Vereinen und Privatpersonen sind geknüpft worden.
Besonders hat den Plunger gefallen, dass Bürgermeister Rudi
Düppe so aufgeschlossen und freundschaftlich auf viele Menschen
dort zugegangen ist.
Es war eine Woche der Völkerverständigung, die noch lange auf
beiden Seiten nachwirken wird! |
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