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Weihnachten
ist vorbei - auch in unserer litauischen
Partnerstadt |
Am zweiten
Weihnachtstag mussten die Vertreter des “Partnerschaftsvereins
Menden – Plunge e.V.“ Ulla und Peter
Amsler für ihre Reise nach Plunge den Landweg
durch Polen nehmen.
Zwischen Weihnachten und Neujahr waren alle
Fährverbindungen zwischen Deutschland und
Litauen eingestellt.
Erfreulicherweise gab es fast keinen Verkehr
auf der Transitstrecke Richtung Osten, dagegen
Richtung Westen waren viele LKWs unterwegs.

Ein riesiger Weihnachtsbaum mit vielen bunten
Lichtern auf dem Platz vor dem Kul-turhaus war
der erste Willkommensgruß in Plunge nach
der langen Fahrt.
Dann gab es wie immer die herzliche Begrüßung
der Freunde im gewohnten Domizil des Partnerschaftsvereins,
im Deutschen Kulturzentrum.
Einen Tag später gab es das
traditionelle Jahresabschlusskonzert ganz im
Stil des Wiener Neujahrskonzerts im Kulturhaus
der Stadt - ein gesellschaftliches Ereignis
nach dem Motto „sehen und gesehen werden“!
Nach dem musikalischen Genuss wurde dann mit
einem Glas Šampanas mit vielen Freunden
und Bekannten auf das kommende Jahr angestoßen.

Zweck des Besuches der 1. Vereinsvorsitzenden
war jedoch die Geldspende für das schon
im letzen Herbst fertig gestellte Gewächshaus
im Garten des Altenheims, zu überreichen
– eine wichtige finanzielle Unterstützung,
denn das Altenheim baut überwiegend sein
Gemüse selbst an.
Weiterhin mussten die benötigten Sachspenden
für die Behindertenvereine und dem Obdachlosenhaus
mit angeschlossenem Frauenhaus verteilt werden.
Mit den Plunger Partnern und der Bürgermeisterin
Elvyra Lapukiene wurde ebenso das Partnerschaftsprogramm
2009 abgesprochen:
Am 17. April wird eine Scherenschnittausstellung
der Mendenerin und Vereinsmitglied Renate Hartmann
im Kulturhaus Plunge eröffnet.
Ende April organisiert der Verein
im Deutschen Kulturzentrum Plunge eine musikalisch-literarische
Veranstaltung mit dem befreundeten Schriftstellerehepaar
Violeta Slobinskaite und Gasparas Aleksas sowie
einer Musikgruppe mit Behinderten.
Am 9. Mai wird aus Anlass des Europatages in
der Mendener Rathausgalerie die Wanderausstellung
„Portrait meiner Stadt“ eröffnet.
Plunge, Menden und die Partnerstädte der
beiden Städte stellen ihre Stadt in Fotos
vor.
Die Plunger Fotografin Kristina Pauliauskaite
und die Beraterin der Plunger Bürger-meisterin
Diana Saukaliene werden die Stadt Plunge vertreten.
Des weiteren lädt der Verein Vertreter
aus den Plunger Partnerstädten ein.
Vom 25. Mai – 27. Mai nehmen
zwei Frauen aus dem Verein gemeinsam mit zwei
Frauen aus dem Plunger Frauenclub „Guoda“
an einer internationalen Frauenfach-konferenz
„Frauen verändern Europa –
Europa verändert Frauen“ in Iserlohn
teil.
Anfang Juni sind 11 Geistigbehinderte mit 9
Betreuern aus dem Behindertenverein „Viltis“
zu Gast in Menden.
Ende Juni werden wieder Mitglieder
am Plunger Stadtfest teilnehmen.
Vom 11.7. – 25. 7. arbeiten 5 Künstlerinnen
des Frauenkunstforums Südwestfalen mit
5 Künstlern aus der Region Plunge im Workshop
„Landlust“ mit anschließender
Ausstellung im Plunger Schloss Oginskis zusammen.
Vom 7. – 14. August wird in Menden mit
35 Plunger ein großes EU–Projekt
mit einem interdisziplinären Erfahrungsaustausch
in den Bereichen Kultur, Umwelt und Soziales
durchgeführt.
Diese geplanten und teilweise
auch finanzierten Aktivitäten des Partnerschaftsver-eins
werden in einem Kulturjahresprogramm der Stadt
Plunge mit aufgenommen und überall im Land
veröffentlicht werden – denn Plunge
ist die Gewinnerin eines natio-nalen Wettbewerbs
um den Titel „Kulturhauptstadt von Litauen“.
Alle Plunger sind stolz auf diesen Titel und
werden Erstaunliches leisten, um dieser Auszeichnung
gerecht zu werden!
Das meistgehörte Wort während
des Aufenthaltes in Plunge war „Krisis“
– die aktuelle Wirtschaftskrise, die Litauen
auch erfasst hat.
So geben die Banken fast keine Baukredite, die
Baubranche bekommt keine Aufträge mehr,
die Leute werden entlassen.
Hinzu kommen die arbeitslosen Litauer, die aus
Irland, Großbritannien, Norwegen nach
Litauen zurückkehren, da sie in ihren Gastländern
als Erste entlassen wurden oder es sich nicht
mehr lohnt, dort zu arbeiten.
Die Behördenangestellten sollen ab 1. Januar
2009 15% weniger Gehalt bekommen, die freiwilligen
Zuschläge werden gestrichen.
Viele Menschen sind ratlos wie es weitergehen
soll und sehen unsicher in die Zukunft.
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Eisangeln
auf dem Babrunga-See in Plunge |
In Plunge war es kalt, sehr kalt,
21° minus. Für die Plunger nichts Außergewöhnliches!
Das Wetter war zwar eisig, aber die menschlichen
Begegnungen waren dafür umso wärmer! |